Nutzen und Zierde: Der Bauerngarten von Familie Paul Aeschlimann in Waldhaus im Emmental. Foto: Heinz Dieter Finck

Veranstaltungen

14.03.2020
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Regionalgruppe Nordostschweiz
Hauptversammlung 2020 - ABGESAGT Zoo Zürich
Im diesjährigen Topiaria Helvetica trifft Flora auf Fauna, was wir zum Anlass nehmen, um im Rahmen der Hauptversammlung der Regionalgruppe Nordostschweiz auf beide zu treffen und zwar im spätwinterlichen Zoo Zürich. Dieser entstand vor gut 90 Jahren und wird seitdem ständig auf allen möglichen Ebenen weiter entwickelt. Unter kundiger Führung werden wir aus erster Hand viel Wissenswertes zu dieser sehr speziellen Form der Gartenkultur erfahren. Lassen Sie uns eintauchen in ganz unterschiedliche exotische, belebte Landschaften und dabei Tiere und Pflanzen in faszinierender Nähe beobachten. Bitte kleiden Sie sich der lokalen Witterung angepasst, auch wenn wir einmal gemeinsam quasi um den Globus wandeln werden.
Die Besichtigung des Zoos wird geführt von Mitarbeitern des Zoos und von vetschpartner Landschaftsarchitekten, welche von 1991-93 in Zusammenarbeit mit dem Zoo den Masterplan entwickelt und seither zahlreiche Teilprojekte realisiert haben. Gemäss vetschpartner transformiert sich der Zoo bis 2020 zum Naturschutzzentrum, verdoppelt seine Fläche und reduziert die Zahl der Tiere. Statt Tiere werden Lebensräume en Miniature vorgestellt und die Besucher entwickeln sich von Zuschauern zu Entdeckern.
Das Referat über «Gärten für Tiere» von Annemarie Bucher basiert auf ihrem Beitrag in Topiaria Helvetica 2020 (S. 31ff). Annemarie Bucher ist Kunst- und Landschaftshistorikerin, ihre Dissertation hat sie über Naturverständnisse und Schweizer Gartenschauen geschrieben. Sie beschäftigt sich insbesondere mit den neuen Vernetzungen von Kunst, Natur und Umwelt. Gegenwärtig arbeitet sie als Dozentin am Department Fine Arts der Zürcher Hochschule der Künste. SGGKMitglieder kennen Annemarie Bucher seit Jahren von ihren ausführlich recherchierten, ebenso sachlichen wie spannenden Berichten im Topiaria Helvetica.
Gäste bitten wir, sich nicht von der Hauptversammlung 'abschrecken' zu lassen, sie
ist kurz und bündig.

10:00 Treffpunkt beim Eingang Zoo
10:15 Reichhaltige Führung durch den Zoo mit Zoo-Führer und vetschpartner Landschaftsarchitekten AG, Zürich
12:15 Hauptversammlung (HV)
13:00 Mittagessen im Restaurant Masoala, in der Masoala-Halle (Buffet)
15:00 Referat über die Geschichte der zoologischen Gärten mit Dr. Annemarie Bucher
16:30 Offizieller Schluss der Veranstaltung, anschliessend ist die individuelle Besichtigung des Zoos möglich bis zur Schliessung um 18:00 Uhr.

› Programm & Anmeldung (PDF)
04.04.2020
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Schweizerische Gesellschaft für Gartenkultur
Generalversammlung 2020 - ABGESAGT Wildpark Peter und Paul, St. Gallen
Werte Mitglieder und Interessierte, dies wäre das Programm der Generalversammlung gewesen. Der Virus macht uns einen dicken Strich durch die Rechnung. Ganz unten finden Sie den Brief des Co-Präsidiums zur Absage der Generalversammlung. Ein Verschiebedatum der GV 2020 kann leider noch nicht bekannt gegeben werden.

Der Wildpark Peter und Paul ist nach den beiden Aposteln benannt, denen auf dem Rosenberg von Rotmonten eine Kapelle gewidmet war. Die Kapelle existiert nicht mehr. 1892 wurde vom Jäger- und Wildschutzverein St. Gallen eine Wildparkanlage mit 32 Tieren eingerichtet. Nebst Rehen, Hirschen, Gämsen, Wildschafen und Hasen kamen im Sommer 1906 nach dem spektakulären Diebstahl im Gran Paradiso-Nationalpark Steinböcke ins Gehege. Zwei der Diebe, der Arzt Girtanner und der Hotelier Mader, stammten aus St. Gallen. Letzterer hatte dem Wilderer Berard CHF 2000.- für die drei in die Schweiz eingeführten Kitze bezahlt. Die Zucht in St. Gallen und im Wildpark Harder in Interlaken haben dazu geführt, dass Steinböcke in den Schweizer Alpen wieder heimisch geworden sind. 1902 baute der Zürcher Bildhauer Urs Eggenschwiler den ersten künstlichen Kletterfelsen und entwickelte damit eine neuartige, bahnbrechende Architektur für Tierparks. Weitere Kunstfelsen entstanden zwischen 1907 und 1912. In den 70er-Jahren und erneut 2010 wurden umfassende Sanierungen an den Felsen vorgenommen. Seit 1998 gibt es auch eine Anlage für Wildkatzen, dem Tier des Jahres 2020.

Knabenweiher, Eichweiher und Kreuzweiher, letzterer an der Grenze zwischen der Stadtrepublik und der Fürstabtei, heissen die drei Weiher, die um 1610 als Wasserreservoir bei Feuersbrünsten und zum Bleichen zur Förderung des «Leinwat-Gewerbs» errichtet wurden. Im Volksmund werden diese schlicht Frauen-, Mannen- und Bubenweiher genannt. Es gab in dem Gebiet weitere Weiher, die aber aus verschiedenen Gründen später aufgefüllt wurden. 1713 wurde der Mannenweiher ausgehoben. Schon früh bildeten die Weiher nicht nur Teil der Werkstätten von Müllern, Walkern, Bleichern, Färbern, Gerbern, Küfern, Schleifern, Sägemeistern, sondern auch dem Badevergnügen. Schon vor der Mitte des 18. Jahrhunderts (1740) gab es einen Bademeister, der für Ordnung und Einhalten der Sitten zu sorgen hatte. 1865 wurde im Bubenweiher ein Kastenbad mit verschiedenen Baderäumen nach Plänen von Georg Leonhard Hartmann für Mädchen eingerichtet. Sie existierte bis 1906. Im Frauenweiher wurde 1906 eine zweite Badeanstalt für Mädchen erstellt, die 1953 abgebrochen wurde. Der Niedergang der Leinwand-Industrie bedeutete, dass das Weiherwasser nur noch für Mühlen und industrielle Betriebe genutzt wurde. Ihren Zweck als Löschwasserlieferanten behielten sie jedoch bis anfangs des 20. Jahrhunderts bei, speisten sie doch die Wasserleitungen zu den Hydranten in den Strassen der Stadt.
In der Mühleggschlucht tost der Wasserfall der Steinach. Ein Weg führt dem Wasserfall entlang, die Mühleggbahn transportiert Fahrgäste seit 1893 von der St. Galler Altstadt nach St. Georgen.

10:00 Eintreffen im Wildparkhaus, Kaffee und Gipfeli
10:30 Führung (in zwei Gruppen)
11:15 Generalversammlung im Wildparkhaus
12:30 Taxitransfer/ individuelles Translozieren
13:00 Mittagessen im Restaurant Drei Linden
14:30 Spaziergang Drei Weihern
15:30 Spaziergang durch Mühleggschlucht und Altstadt
16:00 Ende der Veranstaltung beim Bahnhof St. Gallen

Das detaillierte Programm entnehmen Sie bitte dem Mitteilungsblatt 1/2020.

› Anmeldung (PDF)
› Absage der GV - Brief des Co-Präsidiums (PDF)
02.05.2020
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Regionalgruppe Nordostschweiz
Geführter Besuch des ehemaligen Klosters Muri - AUF UNBESTIMMT VERSCHOBEN Kloster-Trilogie, Teil 1
Wir begeben uns gemeinsam auf Spurensuche in dieser knapp 1000-jährigen Anlage im heute aargauischen Reusstal.
Detaillierte Angaben zum Programm entnehmen Sie bitte dem unten stehenden PDF-Dokument.

› Programm & Anmeldung (PDF)
09.05.2020
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Regionalgruppe Nordostschweiz
Gartenbesuche - UM EIN JAHR VERSCHOBEN
2020 laden uns zwei Gartenfreunde zum Besuch. Die beiden aussergewöhnlich schönen Privatgärten liegen nicht weit voneinander entfernt. Beide Eigentümer wünschen, uns durch ihren Garten zu führen. Deshalb gibt es dieses Jahr am 9. Mai ein festes Programm.

13:00 Treffpunkt: Tramhaltestelle Wetlistrasse (Tram 11)
Forchstrasse 205, 8032 Zürich
Garten Frei-Schindler, Führung durch Herbert Frei-Schindler
Ab 1996 entwickelten Silvia Schindler und Herbert Frei auf einem terrassierten Grundstück am Südhang in Zürich-Hirslanden einen prachtvollen Garten im englischen Stil. Dabei entstanden unterschiedliche Gartenräume mit entsprechenden Aufenthaltsmöglichkeiten. Inspirationsquellen für die Gestaltung waren ihre zahlreichen Gartenreisen nach England und auch immer wieder Bücher. In der Zwischenzeit ist einer der schönsten Gärten von Zürich entstanden.
Spezielles: Seltene Gehölze, Mixed Borders,Stauden, Gräser, Zwiebelpflanzen, Alte Rosen.
Siehe auch: www.secretgardens.ch

15:00 Kurze Fahrt (Tram 11 bis Bellevue, Bus 912 bis Felbenstrasse/Zollikon)

15:30 Garten Honegger, Führung durch Andreas Honegger
Der Gartenbuchautor und langjährige NZZ-Redaktor Andreas Honegger gestaltete zusammen mit seiner Frau Mina Honegger ein faszinierendes grünes Reich. Der einst völlig verwilderte Garten in Zollikon beherbergt nun auf kleinstem Raum eine unglaubliche Pflanzenvielfalt. Raritäten, Mitbringsel der Gartenbesitzer von zahlreichen Reisen beeindrucken durch ihre scheinbar natürliche Vergesellschaftung. Dabei ist der Garten einem steten Wandel unterworfen, nie fertig.
Spezielles: Besondere Gehölze, Allee aus Zitrusbäumen, Pflanzenvielfalt, japanischer Teich, alte Olivenbäume, Kletterpflanzen.

17:30 voraussichtlicher Abschluss der Veranstaltung

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt, weshalb eine Anmeldung gemäss unten stehendem PDF unumgänglich ist.

› Programm & Anmeldung (PDF)
14.05. bis 16.05.2020
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Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau
Gartendenkmalpflegerische Tagung Muskauer Schule Gärten und Politik: Gärten im Spannungsfeld von politischer Inanspruchnahme und gesellschaftlichen Herausforderungen – Geschichte, Erfahrungen, Perspektiven
Deutsch-französische Fachtagung in Kooperation mit den Universitäten Nanterre und Paris III Vincennes Saint-Denis sowie der Ecole Nationale Supérieure de Paysage Versailles.

Die Gartenkunst Frankreichs und Deutschlands blickt auf eine lange Geschichte zurück, die durch vielfältige Beziehungen zwischen Gartenschöpfern und Gartenkünstlern beider Länder wechselseitig beeinflusst wurde. Auch dynastische Verbindungen, kriegerische Konflikte oder Repräsentationsstreben der Machthaber wirkten sich auf die Rolle von Garten- und Parkanlagen aus, die entsprechend inszeniert oder vereinnahmt wurden. Die Tagung widmet sich dem Thema «Gärten und Politik» aus einer spezifisch deutsch-französischen Perspektive. Alle Vorträge werden simultan übersetzt.
Anhand von Beispielen aus Frankreich und Deutschland wird die Rolle von Gartenanlagen als machtpolitische Symbole im Sinne ihrer Schöpfer ebenso behandelt wie die nachträgliche Inanspruchnahme historischer Gärten für politische Zwecke. Zur Sprache kommen zudem Auswirkungen politischer Grenzziehungen auf historische Parkanlagen - von der Zerstörung über Herausforderungen bei der Wiederherstellung bis hin zu Chancen grenzübergreifender Parks. Bis in die Gegenwart führt auch die Betrachtung der Rolle von Gärten für Erziehung und Bildung und ihrer politischen Instrumentalisierung. Ein Ausblick zum gesellschaftlichen
Potenzial des Gartens als Ort der Integration und des bürgerschaftlichen Engagements ergänzt die Tagung.

Parallel dazu findet die Ausstellung «Pückler! Pückler? Einfach nicht zu fassen!» statt.
Wer war Pückler? Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785–1871) ist als Schriftsteller, Reisender und vor allem als Landschaftsgärtner berühmt. Als Frauenheld, Dandy und Lebemann sorgte er für Aufsehen und manche Schlagzeile. Seine Abenteuer bieten Stoff für Legenden und Anekdoten, die der Fürst allzu gerne auch selbst verbreitete: «Bei mir heisst es nicht: Was werden die Leute davon sagen? Sondern: Werden auch die Leute etwas davon sagen?».

Für die Dauerausstellung im Neuen Schloss wurde daher der vielsagende Titel «Pückler! Pückler? Einfach nicht zu fassen!» gewählt. Die multimediale Schau ermöglicht auf vergnügliche Weise Begegnungen mit den grünen Fürsten: auf einer Kutschfahrt, im Theater, in Filmen und spannenden Exponaten. Die Schau entschlüsselt einzelne Facetten des Fürsten und fügt sie unterhaltsam zum Gesamtbild einer schillernden Persönlichkeit zusammen. Der Selbstdarsteller, der das Spiel mit den Identitäten liebte, ist jedoch einfach nicht zu fassen.

› www.muskauer-park.de
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