Nutzen und Zierde: Der Bauerngarten von Familie Paul Aeschlimann in Waldhaus im Emmental. Foto: Heinz Dieter Finck

Veranstaltungen

30.04.2022
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Generalversammlung in der Gartenstadt Zürich-Schwamendingen
Schwamendingen ist heute ein Quartier in der Stadt Zürich und liegt am nördlichen Fuss des Zürichbergs. Die ehemals selbständige Gemeinde wurde 1934 Teil der Stadt Zürich.

Erstmals Erwähnung findet Schwamendingen bzw. der Hof Schwamendingen um 820 im Grundbuch des Zürcher Grossmünsterstifts. 1424 gelangten die Vogtrechte (Gerichtsbarkeit und Grundsteuern) Schwamendingens als Teil der Grafschaft Kyburg an die Stadt Zürich. Aufgrund von Beschränkungen des Zuzugs und des Baus von Häusern war das Wachstum der Siedlung eng begrenzt. So vermehrte sich die Anzahl der Landwirtschaftsbetriebe zwischen 910 und 1467 von 10 auf 14. Taglöhner fanden Heimarbeit als Baumwollspinner und ab dem späten 18. Jahrhundert in den Baumwolldruckmanufakturen Esslinger und Hofmeister an der Limmat in Zürich.

Noch heute finden sich Spuren des ehemaligen Dorfkerns im Umfeld des Schwamendingerplatzes zwischen der Herzogenmühle- und Bocklernstrasse. Die Alte Kirche St. Niklaus, unweit des Schwamendingerplatzes, findet erstmals 1270 Erwähnung. Der Kirche gegenüber liegt der Kehlhof, das einstige Amtshaus der Grundherrschaft, als die Stadt das Land regierte.

Erste Anzeichen für eine beginnende Verstädterung setzten im frühen 20. Jahrhundert ein, jedoch nicht von Zürich, sondern von der Nachbarsgemeinde Oerlikon aus. Die zunehmende Wohnungsnot Oerlikons, aufgrund dessen rasant wachsenden Grossindustrie, sowie Schwamendingens bescheidene Bodenpreise führten zum Zuzug zahlreicher Arbeiterfamilien. Als Gemeinde, in der überwiegend Arbeiterfamilien und Kleinbauern wohnten, verarmte Schwamendingen zusehends, weswegen die 1934 erfolgte Eingemeindung in die Stadt Zürich vielerlei Erlösung brachte. Der kommunale und genossenschaftliche Wohnungsbau setzte 1941 mit der Wohnsiedlung Au ein, in der die Stadt Einfamilienhäuser mit Pflanzland für Arbeitslose bereitstellte. Die eigentliche Verstädterung des Vororts setzte mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ein, so erhöhte sich die Einwohnerzahl zwischen 1940 und 1960 von 2'500 auf 33'000.

Die Entwicklung Schwamendingens erfolgte unter dem städtischen Hochbauamt mit Stadtbaumeister Albert Heinrich Steiner. In der frühen Nachkriegszeit war der überwiegende Teil des Wohnungsbaus von Subventionen abhängig, weswegen die städtischen Behörden die Bautätigkeit durch Vorgaben und Auflagen gezielt steuern konnten. So wurde beispielsweise die Erschliessung der zukünftigen Siedlungsareale mit Überbauungsplänen geregelt. Dies führte zur für Schwamendingen noch heute typischen Strassenanordnung. Ringstrassen zweigen von grösseren Verkehrsträgern ab und erschliessen einzelne Siedlungsareale. Dem städtebaulichen Konzept Steiners liegt die Idee der Gartenstadt beziehungsweise der durchgrünten Stadt zugrunde. So durchziehen auch heute noch Grünverbindungen Schwamendingen, an welchen sich öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Kirchen und das Freibad befinden.

Heute befindet sich Schwamendingen im Umbruch. So führen zahlreiche Ersatzbaumassnahmen der Wohngenossenschaften und die Einhausung der Autobahn, welche Schwamendingen durchzieht, zu einem neuen, städtischen Bild.

Wir laden Sie ein, uns auf dem Weg durch dieses interessante Stück (Garten-) Stadt zu folgen.

Programm, Traktanden und Anmeldung gemäss Informationsblatt 1/2022, welches auf dieser Website abrufbar ist
> Über die SGGK > Porträt

22.05. bis 04.09.2022
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Kulturort Galerie Weiertal
vonWegen Ausstellung
Wo kommen wir her und wo gehen wir hin? Was war davor und was ist danach? Das Thema «Weg» ist ein offenes Feld. Begegnungen und Interaktionen beim Unterwegssein beeinflussen Entscheidungen und das Weitergehen. Es geht um Differenzen und Hindernisse, die uns auf einem Weg begegnen. Umwege, Wegmarken und Durchgänge sind zentrale Aspekte eines Weges. Verengungen und Öffnungen und das Verlieren eines Weges gehören dazu. Ein Weg ist aber auch schlicht Bewegung durch Raum und Zeit und kann sowohl individuelles Bewegt-Sein wie auch die Bewegung gesellschaftlicher Gruppen beinhalten.
Der Park und die Galerie des Kulturortes Weiertal werden im Themenfeld «Weg» mit neunzehn ortsbezogenen Kunstprojekten bespielt. Unterschiedliche gesellschaftliche, politische und philosophische, aber auch sinnliche Aspekte des Weges werden beleuchtet und finden in einer breiten medialen Vielfalt ihre künstlerischen Umsetzungen.

› www.galerieweiertal.ch
› Programm (PDF)
11.06.2022
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Regionalgruppe BE / FR / VS
Schloss Landshut und Wildstation Utzenstorf
Gerne laden wir Sie zur Exkursion nach Landshut ein. Zu Beginn besuchen wir die Wildstation, welche unter anderem verletzte Wildtiere aufpäppelt, bis sie wieder ausgewildert werden können. Dies ist noch eine Idee aus dem letzten Jahr, in welchem wir das Schwergewicht unserer Anlässe einmal auf die Fauna legen wollten, dann aber alle Anlässe abgesagt hatten.
Nach dem Mittagessen führt uns Daniel Moeri durch den Schlosspark. Er hat zu dieser Anlage ein Parkpflegewerk erstellt und ist vertraut mit jedem Winkel und ihrer ganzen Geschichte.
Dieses Schloss haben wir mit unserer Regionalgruppe erstaunlicherweise noch nie besucht! Darum freuen wir uns doppelt auf den Exkursionstag!

Das detaillierte Programm und Angaben zur Anmeldung finden Sie in unten stehendem PDF.


› Programm (PDF)
18.06.2022
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Regionalgruppe Nordostschweiz
Einladung nach Chur AUSGEBUCHT
Diese Veranstaltung könnte eine ganze Reihe in Bewegung setzen, bekannte Gärten und Anlagen unserer Städte und Regionen wieder zu sehen, neue und verborgene kennen zu lernen. Der ehemalige Leiter des Churer Gartenbauamts hat uns kürzlich spontan eingeladen, die Gärten seiner Stadt zu besuchen. Wir haben ihn beim Wort genommen...

Den vorgesehenen Ablauf sowie Angaben zur Anmeldung finden Sie im separaten Programm.

› Programm (PDF)
13.08.2022
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Regionalgruppe Nordostschweiz
Rund ums Burghölzli Exkursion
Diese Veranstaltung ist schwergewichtig dem letztjährigen Topiaria-Helvetica-Thema Wald gewidmet - sie hätte ja auch im letzten Jahr stattfinden sollen.
Die Zürcher Wälder dienen seit dem 19. Jahrhundert als wichtige Erholungsräume der städtischen Bevölkerung. Um einen angenehmen Aufenthalt im Wald zu ermöglichen und dessen Naturschönheiten zu erschliessen, wurden Spazierwege gebaut, Aussichtspunkte geschaffen, Sitzbänke aufgestellt und diverse weitere Infrastrukturen erstellt. Der 1873 gegründete Verschönerungsverein Zürich VVZ war in seiner Anfangszeit massgeblich daran beteiligt, den Wald, der noch heute einen wichtigen Bestandteil der Grünraumversorgung darstellt, zu gestalten. Auf unserer Wanderung vom Stöckenbach bis zur Burgwies und danach entlang dem Wehrenbach bis zum Balgrist berichtet uns Petra Schröder über die Beweggründe und Gestaltungsideen der damaligen Zeit.
Die als «Heilanstalt für Geisteskranke» errichtete, heute als Psychiatrische Universitätsklinik Zürich PUK bekannte Anlage im Burghölzli, ist von grosser architektonischer und gartendenkmalpflegerischer Bedeutung. Ursprünglich bewusst ausserhalb der Stadt erbaut, gliedert sie sich in drei Teile: den Klinkbereich, den geometrisch strukturierten Gartenbereich und den Parkwald. Judith Rohrer-Amberg, Gartendenkmalpflegerin bei Grün Stadt Zürich, wird uns durch die Anlage führen und uns insbesondere im Wald das Wegsystem und die Aussichtsanlage zeigen. Diese Ausführungen werden von Margrith Göldi Hofbauer mit den aktuellen Entwicklungen rund um die Klinik ergänzt.

Den vorgesehenen Ablauf und Angaben zur Anmeldung finden Sie im separaten Programm.

› Programm (PDF)
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Topiaria Helvetica 2022 Esset Bibernell, dann sterbt ihr nid so schnell | Garten und Gesundheit
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Neue Publikation Erholung in siedlungsnahen Wäldern